balaton
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Die Ausstellung on Tour:
DEUTSCHE EINHEIT AM BALATON - EINE EUROPÄISCHE GESCHICHTE
Im Jahr der deutschen Einheit 2010 geht die kinematografische Installation auf Wanderschaft.
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund wird die Ausstellung erstmals außerhalb Berlins von Mai-Juli 2010 zeigen.
Weitere Stationen in Deutschland und Ungarn, u.a. in Balatonfüred, Budapest, Cottbus, Mainz und Keszthely sind in Planung. Über die konkreten Laufzeiten werden wir Sie zu gegebener Zeit an dieser Stelle stets auf dem Laufenden halten!
Hier können Sie online in die kinematografische Installation von Péter Forgács und Gusztáv Hámos eintauchen: Oral-Histories, Schmalfilme, TV-Archivmaterialien und Akten der ungarischen und ostdeutschen Geheimdienste ...
Deutsche Einheit am Balaton – Die private Geschichte der deutsch-deutschen Einheit
Kinematografische Installation von Péter Forgács und Gusztáv Hámos
Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des CHB
Urlaub und Freiheit werden im Ungarischen durch das gleiche Wort – szabadság - ausgedrückt. Eine kurze Wiedervereinigung zumindest für die Urlaubszeit bot die ungarische Ferienregion am Balaton in den 60er, 70er und 80er Jahren vielen Ost- und Westdeutschen. Eine umfassende Dokumentation dieser gezielten, zum Teil auch zufälligen Begegnungen bietet nun das Collegium Hungaricum Berlin in einer intermedialen Ausstellung. Der renommierte Medienkünstler Péter Forgács hat dafür zahlreiches privates Schmalfilm- und Fotomaterial deutscher Balaton-Urlauber zusammengestellt. Über hundert Stunden Filminterviews wurden geführt, zahlreiche Dokumente der Geheimdienste beider Staaten ausgewertet. Den Kern der Ausstellung bildet eine kinematographische Installation.
(Mehr zu Péter Forgács finden Sie hier.)
Ausstellungseröffnung:
16. Oktober 2009 um 19.00 Uhr
János Can Togay, Botschaftsrat, Direktor des Collegium Hungaricum Berlin
Ferenc Csák, Ministerium für Bildung und Kultur der Republik Ungarn, Staatssekretär
Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg (angefragt)
Margrit Spielmann, MdB
Péter Forgács, Medienkünstler und Filmemacher
Live Act: BalaTON VJ-Performance & Jazz des Medienkünstlers Dávid Szauder und des Thea Soti Quartetts.
Mit freundlicher Unterstützung von: Hauptstadtkulturfonds, Bundeszentrale für Politische Bildung und Werkstation Kommunikationssysteme
[Ausgewählte Presse-Links finden Sie ganz unten auf dieser Seite.]
Das Buch zur Ausstellung
Deutsche Einheit am Balaton. Die private Geschichte der deutsch-deutschen Einheit.
(Hrsg. von Jürgen Haase, Janos Can Togay. Berlin: be.bra Verlag, 2009)
Lesen Sie hier mehr [Homepage be.bra Verlag]
Deutsche Einheit am Balaton - das Projekt
1989, ein Jahr der Umbrüche. Im Laufe des Sommers gelingt es Tausenden DDR-Bürgern, über Ungarn unbeschadet die westliche Grenze zu passieren, bis die gesamteuropäischen Ereignisse schließlich – entgegen beunruhigender Anzeichen – in die friedliche Revolution münden.
All das wäre so nicht möglich gewesen, wenn Ungarn nicht während des Kalten Krieges eine ungewöhnliche, gleichwohl sehr wichtige Rolle in den deutsch-deutschen Beziehungen gespielt hätte: Für unzählige getrennte Familien war Ungarn, insbesondere der Balaton (Plattensee), in den 60er, 70er und 80er Jahren ein Ort der Begegnung, der im privaten Bereich, weit vor den Ereignissen von 1989/90, einen Ort der Begegnung und des unzensierten Austauschs darstellte – einen Ort deutsch-deutscher Einheit im Privaten.
Diesen Teil der deutsch-ungarischen Beziehungen gilt es, für die Geschichtsschreibung neu zu entdecken.
Anhand von Amateurfilm- und Fotomaterial sowie Zeitzeugenberichten würdigt das CHB, die ›private‹ Geschichte dieser deutsch-deutschen Verbindungen in einer multimedialen Ausstellung. Unter dem Titel Deutsche Einheit am Balaton – Die private Geschichte der deutsch-deutschen Einheit gibt sie einen facettenreichen Einblick in das Zusammenspiel von privaten und offiziellen Begebenheiten, Paprikaträumen und Staatssicherheit im Dreieck DDR, BRD und Ungarischer Volksrepublik.
Auf der Suche nach diesen Geschichten ist das CHB auf eine Vielzahl ganz unterschiedlicher persönlicher Schicksale gestoßen. Vater und Sohn, die sich nach Jahren der Trennung das erste Mal wieder am Balaton gegenüberstanden, Freundschaften, die dort im Sommerurlaub begannen und bis heute bestehen, junge Lieben, die sich gegen die Trennung stemmten und letztlich vor einer Flucht über die Grenze zurückschreckten oder sie doch überwanden. Und natürlich gehören dazu auch eine ganze Reihe jener Begebenheiten, die noch heute die Klischees von Ost und West prägen und das Zueinanderfinden erschweren. Der Balaton als Sammelbecken deutsch-deutscher Vorwendegeschichten.
Für die Ausstellung werden aus den gesammelten und archivierten Materialien einzelne Biografien exemplarisch vorgestellt, deren Entwicklungen über die Jahrzehnte des untersuchten Zeitraums hinweg verfolgt werden können; so wird Zeitgeschichte am privaten Schicksal erfahrbar.
Für die Produktion der audiovisuellen Module (Screenings) konnte der international renommierte Regisseur Péter Forgács gewonnen werden, der die Filmreihe Privates Ungarn begründete und für seinen filmischen Ansatz bekannt ist, aus privaten Aufnahmen und Momenten bewegende Geschichtsdokumentationen zu kreieren.
Eine Reihe von Begleitveranstaltungen erweitert während und nach der Ausstellung das Angebot. Mit dem Aufbau eines Archivs wird ein Grundstein für zukünftige vertiefende Auseinandersetzung und Forschungen gelegt.
Ausgewählte Presse-Links
Der rbb widmet sich in der Sendung Stilbruch vom 15. Oktober um 22.05 neben Einblicken in die intermediale Ausstellung den privaten Geschichten hinter der Kamera. Online können Sie hier reinschauen.
Ganz aktuell im mdr am 15. Oktober um 22:05 in der Sendung artour: Einblicke in die Ausstellung und ein Interview mit János Can Togay. Mehr Informationen finden Sie hier.
Auch die ungarischen Medien berichten über die kinematografische Installation. Hier ein Beispiel...
Die Wochenzeitung Die ZEIT hat in der Print-Ausgabe über die Ausstellung berichtet, der Beitrag ist online hier zu finden.
Am 13. Juli 2009 war der mdr mit der Sendung Fakt ist ...! bei uns im CHB zu Gast, mit dabei: Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und István Horváth, 1989 ungarischer Botschafter in der BRD und Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner. Mehr Informationen und einige Bilder finden Sie hier.
Berichtet wurde über unseren Projektauftakt auf der Leipziger Buchmesse unter anderem auch in den ARD Tagesthemen. Den Beitrag vom 12.03.2009 finden Sie in der ARD Mediathek hier (über DEUTSCHE EINHEIT BALATON ab ca. Minute 24).
Eine Zusammenfassung der internationalen Medienresonanz liegt hier zum Download für Sie bereit.
Förderer
Deutsche Einheit Balaton wird 2009 gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Bundeszentrale für politische Bildung.











