Robert-Gragger-Institut



V.l.n.r.: Gabriella Gönczy moderiert eine Veranstaltung, Bundestagspräsident Norbert Lammert im .CHB, Workshop zu 3te Generation Ostdeutschland
Das Robert-Gragger-Institut – Literatur, Gesellschaft und Wissenschaft im .CHB
Mit seinem Veranstaltungsforum, den Projektinitiativen und Stipendien genießt das Gragger-Institut am .CHB den Ruf einer Institution mit internationaler Ausstrahlung. Lesungen, Symposien und Konferenzen, Workshops, Ausstellungen, Installationen machen das Institut zu einem Ort der lebendigen Auseinandersetzung mit Literatur, Gesellschaft und Wissenschaft im deutsch-ungarischen, wie auch im europäischen Kontext. Schriftsteller und Übersetzer, Filmemacher, Medienwissenschaftler, Kritiker und Theaterleute kommen hier regelmäßig zusammen, um einander zuzuhören und miteinander zu arbeiten.
Kooperationen u.a. mit der Bundeszentrale für Politische Bildung, DAAD - Berliner Künstlerprogramm, der Leipziger und der Frankfurter Buchmesse, Freien Universität Berlin, Humboldt Universität Berlin, Lange Nacht der Wissenschaften, dem Literarischen Colloquium Berlin, Stiftung Zukunft Berlin sowie mit zahlreichen Stiftungen, Kulturinstituten, Botschaften und anderen hochkarätigen Partnern garantieren den intellektuellen Austausch und die kontinuierliche Vermittlung von Literatur und Kultur über Sprachgrenzen hinweg. Da die Kosten des Veranstaltungsprogramms nur zum Teil von öffentlichen Mitteln gedeckt werden können, finanziert das Gragger-Institut einen erheblichen Teil seines Veranstaltungsetats durch die Projektpartner und selbständig eingeworbene Drittmittel.
Das Gragger-Institut führt jährlich ca. 40 Veranstaltungen durch, die durch Interdisziplinarität, Internationalität und Interkulturalität gekennzeichnet sind.
Aktuelle Projekte in Auswahl:
Vorbereitung auf Hamvas
In Ungarn gilt er als Klassiker und wird sogar als Kultautor verehrt, dem deutschen Leser stehen sind aber bislang nur Bruchstücke seines Lebenswerks zugänglich. Das .CHB versucht, die Rezeption des Philosophen, Essayisten und Schriftstellers Béla Hamvas im deutschsprachigen Raum voranzutreiben, u.a. durch Workshops, eine Publikation mit Neuübersetzungen und die Veranstaltungsreihe „Der Direktor liest Hamvas". Mehr hier.
Ungarn auf der Leipziger Buchmesse
Jedes Jahr stellt das .CHB mit seinen Partnern die wichtigsten Neuerscheinungen aus Ungarn vor. Das Programm für 2013 finden Sie hier.
2012 mit dabei: ein Videobeitrag „Der Nobelpreisträger Imre Kertész liest sein Lieblingsgedicht von Endre Ady (SWR-Bestenliste 2012), eine multimedialen Installation inspiriert vom Roman „Die Schrift in Flammen" des ungarischen Aristokraten, Außenministers, Karikaturisten und Romanciers Miklós Bánffy (1873-1950), eine Schreib-Performance von Péter Esterházy zu Ehren von Géza Ottlik und „Comics & Comments", eine Ausstellung zum Thema Rassismus. Péter Nádas stellte das neue Buch von Zsófia Bán vor, die jüngere Generation war u.a. mit György Dragomán, András Gerevich, Edina Szvoren und Attila Végh vertreten. Mehr hier.
Ungarn auf der Frankfurter Buchmesse
Informationen zu den wichtigsten Neuerscheinungen sowie das Lesungsprogramm finden Sie hier.
Das internationale literaturfestival berlin im .CHB
Literarische Vielfalt in Zeiten der Globalisierung erleben: jedes Jahr verwandelt sich Berlin in die Hauptstadt der Literaturen der Welt. In sieben Tagen finden knapp 200 Veranstaltungen mit ca. 150 Autoren aus ca. 50 Ländern statt. Die Veranstaltung des vergangenen ilb (05.-12.09.2012) im .CHB finden Sie hier.
„European Stories"
Die Filmreihe des .CHB und der Schwarzkopf Stiftung Junges Europa zeigt prämierte Filme junger Filmemacher über aktuelle gesellschaftliche und politische Themen in Europa. „European Stories" fokussiert in diesem Jahr auf gewaltsame Konflikte in Europa nach 1945. Nach dem Auftaktfilm über den Prager Frühling von 1968 zeigen wir im Laufe des Jahres die neuesten, wichtigsten und bewegendsten Kinofilme über die ungarische Revolution von 1956, den Nordirlandkonflikt, den RAF-Terrorismus in der BRD und die Balkankriege der 1990er Jahre. Das ausführliche Programm der Filmreihe finden Sie demnächst hier.
Kleist, der Ungar
Eine Veranstaltungsreihe des .CHB zum Kleist-Jahr 2011
Heinrich von Kleist besitzt in Ungarn nahezu Kultstatus, er wird wie ein zeitgenössischer ungarischer Autor gelesen. Keiner der deutschen Klassiker hatte größeren Einfluss auf die ungarische Gegenwartsliteratur als Kleist. Weltweit gibt es nur in Ungarn, Frankreich und Japan eine Kleist-Gesamtausgabe. Nach 1989 war Kleist mit über 50 Neuinszenierungen innerhalb weniger Jahre der meistgespielte Dramatiker Ungarns. Viele renommierte ungarische Künstler der Gegenwart haben Kleist für sich neu entdeckt, vertont, verfilmt, inszeniert. In Zusammenarbeit mit dem Kleistfestival am Maxim Gorki Theater, der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und zahlreichen weiteren Partnern fanden im Rahmen der Reihe Kleist, der Ungar zahlreiche Lesungen, Installationen, Streetscreenings, Tagungen und Performances statt.
Das ausführliche Programm finden Sie hier (PDF).
Den Flyer zur Installation „An einem ungewöhnlich warmen Novembernachmittag" finden Sie hier (PDF).
Erstes Junges Deutsch-Ungarisches Forum
Wichtigster regelmäßiger Treffpunkt von Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Kultur aus beiden Ländern ist das Deutsch-Ungarische Forum, das seit 1990 jährlich abwechselnd in Deutschland und Ungarn veranstaltet wird. Diskutiert werden dabei nicht nur rein bilaterale Themen, sondern sämtliche Fragen der europäischen Integration und der regionalen Zusammenarbeit. Um das Forum zukünftig noch attraktiver zu gestalten, wurde die bewährte Plattform des Dialogs 2011 durch ein „Junges Deutsch-Ungarisches Forum" (JDUF) ergänzt werden. Gabriella Gönczy, Leiterin des Gragger-Instituts am .CHB war Mitglied des Kernteams und eine der Referenten und Moderatoren des Ersten Jungen Forums.
Mehr Informationen hier.
European Cultural Congress Wroczlaw
Im Rahmen der polnischen Ratspräsidentschaft 2011 diskutierten Theoretiker und Künstler aus ganz Europa über wirtschaftliche, wissenschaftliche und soziale Entwicklungen im europäischen Kulturraum. Die bevorstehende Umgestaltung der Förderprogramme MEDIA und KULTUR der Europäischen Union gab Anlass zu einer Podiumsdiskussion mit Gabriella Gönczy, Leiterin des Gragger-Instituts am .CHB, Volker Hassemer (Stiftung Zukunft Berlin), Doris Pack (MdEP, Vorsitzende des Kulturausschusses im Europaparlament), István Szabó (Filmregisseur), Jan Truszczyński (Generaldirektor für Bildung und Kultur der EU-Kommission). Moderation: Hugo de Greef (European House for Culture Brussels).
Mehr Information hier.
Freundeskreis des .CHB
Zum Freundeskreis des .CHB werden in Zukunft Firmen und Stiftungen ebenso wie auch herausragende Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft gehören. Ein solcher engagierter Kreis hat sich im Verein „Freunde und Förderer des Collegium Hungaricum Berlin" zusammengefunden. Eine der zentralen Aufgaben der Freunde und Förderer des .CHB ist die geistige und/oder finanzielle Unterstützung von Projekten: mit ihrer Hilfe werden Ausstellungen, Aufführungen, Konzerte, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Konferenzen, Workshops und Publikationen für das Programm des .CHB ermöglicht. Die Projekte sind dem interkulturellen Dialog zwischen Deutschland, Ungarn und europaweit sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit verpflichtet und umfassen alle im .CHB vertretenen Sparten. Mehr Informationen finden Sie demnächst hier.
Das Literaturprogramm
Unsere Gäste waren 2011: Marcel Beyer, Péter Esterházy, György Dragomán, István Kemény, Melinda Nadj-Abonji, Léda Forgó, László Földényi F., László Márton, Katja Lange-Müller, András Petőcz und Ingo Schulze.
Robert Gragger (1887-1926) war Gründungsdirektor des Ungarischen Instituts der Humboldt Universität Berlin (1916) sowie des Collegium Hungaricum Berlin (1924). Gragger entdeckte die Altungarische Marienklage, das älteste, überlieferte ungarischsprachige Gedicht und somit eines der ältesten, überlieferten Sprachdenkmäler der ungarischen Sprache. Die von ihm gegründete und betreute „Bibliographia Hungarica" sammelte ab 1923 alle im Ausland erschienenen und auf Ungarn bezogenen Bücher.
Gabriella Gönczy
Robert-Gragger-Institut | Leitung
Collegium Hungaricum Berlin
Balassi Institut




