Presse 2005

"Waldsee 1944. Schöne Grüsse aus Auschwitz" - In der Reihe „Heimkehr 1945-2005“

TIP, 12/2005

Deutsch-ungarisches Forum tagt im Dezember

Pester Lloyd, Mittwoch, 30. November 2005

EU im Fokus

Bereits zum 15. Mal findet in diesem Jahr das traditionelle, nach der Wende gegründete Deutsch-Ungarische Forum in Budapest statt. Thema der Jubiläumstagung am 9. und 10. Dezember an der Akademie der Wissenschaften ist „Die Zukunft der EU nach der Erweiterung – deutsche und ungarische Standortbestimmungen“.

Der Organisator, der Ungarische Rat der Europäischen Bewegung, erwartet zu der Tagung einen führenden Vertreter der neuen deutschen Regierung, der mit Außenminister Ferenc Somogyi ein Referat zum Thema halten wird. Unter den Vortragenden befinden sich unter anderem Elmar Brok (EVP), Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses des Europaparlaments und Co-Vorsitzender des Forums, sowie der ungarische Co-Vorsitzende, Botschafter Prof. Péter Balázs. Neben Plenarsitzungen werden die Teilnehmer des Forums, das jährlich alternierend in Berlin und Budapest abgehalten wird, in Arbeitsgruppen Fragen des wirtschaftlichen Wettbewerbs in Europa, die deutsch-ungarische Zusammenarbeit in der Forschung und aktuelle Fragen der europäischen Außenpolitik behandeln.

Hochtief baut Ungarisches Kulturinstitut

Berliner Zeitung, 20. Oktober 2005

Urlaubsgrüße aus Auschwitz

Berliner Zeitung, Dienstag, 31. Mai 2005

Perfekt in Tibet

Tagesspiegel, Dienstag, 9. August 2005

Neo-Avantgardistissche Kunst von Ilona Lovas im St. Spiritus

Ostseezeitung , Dienstag, 14. Juni 2005
Das Sozio-kulturelle Zentrum lädt heute ab 19.30 Uhr zur Vernissage der ungarischen Künstlerin Ilona Lovas ins St. Spiritus, Lange Straße 49/51, ein. In ihrer Ausstellung „Erbarme dich meiner . . .“ widmet sich Ilona Lovas in drei Teilen dem Thema Mensch, einem beliebten künstlerischen Sujet, das die Ungarin jedoch mit ungewöhnlichen Mitteln in Szene setzt. Nach zahlreichen Expositionen in Europa, Asien, Afrika und den USA präsentiert sie vom 14. Juni bis zum 29. Juli eine Auswahl ihrer neuesten Arbeiten, darunter einzigartige Fotoprint-Bildserien, Installationen und ein Performance-Video.
Ilona Lovas begann ihre künstlerische Arbeit als Textilgestalterin Anfang der 70er Jahre, in einer Epoche der experimentellen Textilkunst der ungarischen Neo-Avantgarde. In Ungarn waren ihre Kunstinstallationen bis dahin einzigartig und wurden so für die vielfältigen experimentellen Möglichkeiten des Kunstgewerbes beispielgebend. Charakteristisches Merkmal ihrer Bilder und Objekte ist die Kombination sowohl persönlicher als auch sakraler Motive mit gesellschaftlichen Fragen und die ausgesprochene individuelle unübliche Materialverwendung (gereinigter und hauchdünner Rinderdarm). Die in der Schau gezeigten, nicht nur in der Kunstrichtung verschiedenen Werke vermitteln inhaltliche Harmonie.

Vertreter der Organisatoren, des Sozio-kulturellen Zentrums, des Ungarischen Kulturinstituts – Collegium Hungaricum Berlin und Ilona Lovas persönlich stellen sich zur Ausstellungseröffnung den Fragen der Gäste. Begleitet wird Künstlerin von den Musikern der Gruppe „Ektar“ aus Budapest, die zur Vernissage zeitgenössische improvisative Kammermusik spielen. In die Stücke der Gruppe fließen die Musikkulturen des Balkans, des Fernen Ostens und Afrikas ein, lassen aber trotz streng strukturierter Kompositionen auch mittelalterlicher Musik, verschiedene Folk-Traditionals und zeitgenössische Musik erkennen. „Erbarme dich meiner . . .“ ist eine Ausstellung, die mit Nachhaltigkeit zum Gedankenaustausch und zur Diskussion anregt – „Erbarme dich meiner . . .“ ist eine Ausstellung, die in Erinnerung bleibt.

Pester Lloyd , 13.07.2005

Tihamér Gyarmathy: Metamorphosen

Neues Deutschland, Samstag, 19. Februar 2005

Tihamér Gyarmathy

Wer an Ungarn denkt, dem fällt sicher einiges ein. Aber wahrscheinlich nur ein kleiner Kreis von Kunstkennern und -liebhabern wird an Tihamer Gyarmathy denken. „Er ist Ungarns größter Maler und von europäischem Rang.” Der Kunsthistoriker Ferenc Csak nennt Gyarmathy (1915-2005) in einer Reihe mit Picasso, Klee, Kandinsky, Max Ernst, Joan Miró, Brancusi.
Die Berliner Ausstellung, die erste eines der Klassiker der ungarischen Moderne in der Stadt, zeigt aus dem umfangreichen Gesamtschaffen Gyarmathys 35 Werke – der Titel des Bildes „Metamorphose” steht für die Gesamtschau. Sie ist sowohl eine emotional eindrucksvolle Begegnung mit dem Künstler als auch Wiederbegegnung mit der surrealistischen und konstruktivistischen Bildsprache des vergangenen Jahrhunderts, unter deren Einfluss Gyarmathy zu individueller Form gefunden hat.
Auf einer Studienreise lernt er 1937 Hans Arp und Max Bill kennen, studiert Matisse und Picasso, trifft sich mit dem ’Papst der Surrealisten’ André Breton. Es folgt eine Zeit des Experimentierens: 1947 nimmt er an der surrealistischen Weltausstellung in Paris teil. Auf der Suche nach einem neuen künstlerischen Wirklichkeitsbegriff und seiner Formulierung findet er zu einer harmonischen geometrischen Bildsprache, zeigt das „Innere des natürlichen Anblicks”. Nach den politischen Veränderungen 1948/49 in Ungarn wird die Luft für abstrakte Künstler dünn. Gyarmathy geht in die innere Emigration. Erst in den 60er Jahren wird die Isolation allmählich durchbrochen. Gyarmathys Stil ist gereift, wichtigstes Thema seiner Malerei der „gedankliche Raum” – ausgedrückt in absoluter geometrischer Form.
Burga Kalinowski

Neue Realitäten

Tihamér Gyarmati : Metamorphosen
Der Tagesspiegel, Dienstag, 8. Februar 2005

Tihamér Gyarmathy gehörte bereits zu Lebzeiten zu den Klassikern der ungarischen Moderne. Der 1915 in Pécs geborene Maler lernte André Breton, Hans Arp und Piet Mondrian kennen, gehörte der avantgardistischen Gruppe der „Abstrakten Künstler” an und stellte 1947 mit ihnen auf der surrealistischen Weltausstellung Réalités Nouvelles in Paris aus. "Metamorphose. Bilder von Tihamér Gyarmathy" gibt nun einen Einblick in das Lebenswerk des kürzlich verstorbenen Malers.