Visual Foreign Correspondents_Berlin

Festival

Auf Initiative von WL Project Berlin | Hong Kong und anlässlich des  20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer lud die Visual Foreign  Correspondents Foundation sieben internationale Künstler und  Künstlerinnen ein, eine Videoarbeit zum Thema Grenzen und Mauern zu  erstellen. Dabei spiegeln unterschiedliche Ansätze über die Natur von  Grenzen, Barrieren und Mauern, virtuell oder real, zerstört oder  (re)konstruiert, unsere gegenwärtige globale Verfassung wider. So  zeigen sich in Zeiten von globaler Wirtschaftskrise und  Terroranschlägen deutliche Tendenzen zum Ausbau vorhandener Barrieren,  wie auch die Europäische Union ihre Außengrenzen sukzessive verstärkt.

Während Little Warsaw mit der Spanne von der Zeit vor dem Fall der  Berliner Mauer bis heute spielt, nimmt Berit Zemke direkten Bezug auf  die Montagsdemonstrationen und die Überwachungsmöglichkeiten von  damals und heute. Han Hoogerbrugge zeigt mit einer absurden Geschichte  aktuelle politische und soziale Entwicklungen auf. Bei Lena Marhej  erweist sich der Frieden als Illusion, und Simon Faithfull benutzt  seinen PalmPilot als Dokumentationsmedium, um uns von seinen Reisen zu  berichten. Die Warn- und Verbotsschilder in Giselle Beiguelmans  Animation spiegeln unsere Kontemplation von Recht und Ordnung wider.  Miriam Ghani spielt mit Vorurteilen zwischen den amerikanischen und  afghanischen Kulturen.

KünstlerInnen:
Giselle Beiguelman (Brasilien), Simon Faithfull (Großbritannien),  Mariam Ghani (Afghanistan), Han Hoogerbrugge (Niederlande), Little  Warsaw (András Gálik & Bálint Havas, Ungarn), Lena Merhej (Libanon),  Berit Zemke (Deutschland)

09.11.2009, 20:00

CHB
Café, EG